Pferd von hinten - das Pferd nicht von hinten aufzäumen.

Ein Pferd von hinten aufzuzäumen, ist bekanntlich falsch. Bevor eine Massnahme eingesetzt wird, solltest Du Dir ein paar konzeptionelle Fragen stellen. (Foto: Fotolia)

Anita, die in der Freizeit mit ihrem Mann zusammen einen Onlineshop für Pferdezubehör betreibt, fragt mich, ob und wie sie auf Facebook auftreten soll. Sie müsse etwas tun, denn es gebe immer mehr Konkurrenz im Internet. Viel Zeit für den Webshop bleibt dem Ehepaar mit den vier Kindern neben der Erwerbstätigkeit nicht. Die beiden verrichten die damit verbundene Arbeit vorwiegend in den Abendstunden und an den Wochenenenden.

Es kommt darauf an…

Liebe Anita

Die Idee, Deinen Webshop für Pferdezubehör auf Facebook anzumelden, bringt bestimmt etwas, denn Facebook ist das Social Media mit den meisten Mitgliedern überhaupt. Wenn sich mehr als die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Menschen dort drin bewegt, wirst Du Deine Zielgruppe treffen. Vielleicht bist Du enttäuscht, wenn sich auf Facebook nicht so viel tut, wie Du erwartest und Du nicht mehr verkaufst.  Aber Du schaffst Sichtbarkeit für Deine Produkte und gibst Deiner Firma ein Gesicht, kannst gezielt Werbung schalten und neue Interessenten auf Deinen E-Shop leiten.

  • Mehr Sichtbarkeit, neue Interessenten und Webshop-Besucher – Direktverkauf steht weniger im Vordergrund.

Pferd nicht von hinten aufzäumen

Du solltest regelmässig immer wieder etwas Interessantes aus Deinem Fachgebiet veröffentlichen und – wenn es sich ergibt – mit Deiner Community kommunizieren. Bekanntlich soll man ein Pferd nicht von hinten aufzäumen: Bevor Du mit einer Massnahme beginnst, stelle Dir die folgenden konzeptionellen Fragen. Vielleicht gibt es noch effektivere Methoden und Du weisst dann, welche Themen für Deine Kunden relevant sind. Wichtig finde ich, dass Du – mit welchen Massnahmen auch immer – die Leute auf Deinen Webshop führst.

  • Relevanten Content für die Zielgruppen publizieren – Planung und Engagement.

Ziele: Was willst Du erreichen?

Welche Geschäftsziele hast Du? Willst Du neue Kunden gewinnen oder vermehrt Produkte an bestehende Kunden verkaufen? Hast Du über mögliche Sparmassnahmen nachgedacht? Ist das grosse Warenlager wirklich nötig? Gibt es Ladenhüter?  Oder musst Du Dich angesichts der Konkurrenz auf eine Nische spezialisieren?

Bis wann willst Du die Ziele erreichen und wieviel Geld oder Zeit kannst Du investieren? In sechs Monaten oder in einem Jahr? Neben Deinem ausgefüllten Tagesplan bleibt Dir nicht viel Zeit. Du musst diese also gut einteilen. Oder willst Du jemanden mit der Arbeit beauftragen?

  • Je nach Zielen kann ein regelmässig versandter Newsletter, dann und wann ein kreatives Printmailing, die Einladung zu einem Tag der offenen Tür oder die Präsenz in Fachmedien sowie an Gewerbeausstellungen effektiver sein.

Zielgruppe: Wen sprichst Du an?

Das führt zu einigen weiteren Fragen: Wer kauft im Onlineshop ein? Beschreibe einmal drei Kunden: Merkmale, Besonderheiten, Umfeld, Wohnort, Milieu. Was schätzen sie an Deinem Shop? Warum kaufen sie bei Dir ein? Ist es wegen der kompetenten Beratung, der Qualität der Waren, dem prompten Lieferservice, der lokalen Nähe, dem Preis, dem Spezialequipement oder wegen Deiner freundlichen Stimme am Telefon?  Über welche Medien informieren sie sich? Welche Fragen stellen sie Dir?

  • Kenne die Kunden und ihre Fragen, Anliegen, Wünsche und begegne diesen individuell und massgeschneidert.

Themen: Was sagst Du?

Was wollen die Leute von Dir als Expertin für Pferdezubehör wissen? Beratung und Information über Pferde, Reiten, Futter, Pflege oder Material?  Hast Du genügend Fachkenntnisse, um darüber Auskunft zu geben und als Spezialistin wahrgenommen zu werden? Du musst Dich also immer weiter in diese Themen vertiefen und relevanten Content – Text, Bild, Video – publizieren.

  • Als Fachexpertin wahrgenommen werden und über relevante Themen interessant informieren.

USP: Wie hebst Du Dich ab?

In der heutigen Zeit sind Produkte und Dienstleistungen via Internet weltweit erhältlich und vergleichbar. Du musst also überlegen, wie Du Dich von all den andern Mitbewerbern unterscheidest und Dich dort immer weiter fokussieren. Es ist wichtig, wie Du als Persönlichkeit in Erscheinung trittst. Das muss nicht eine perfekte, aber eine einzigartige, unverwechselbare, persönliche Präsenz sein,  also Dein Alleinstellungsmerkmal, die sogenannte Unique Selling Proposition (USP). Und diese USP muss sich auf dem Webshop, auf Facebook sowie in allen andern Massnahmen wiederfinden.

Aber da habe ich bei Dir keine Bedenken.

Viel Glück!

Markus

 

 

Texte, die Ihre Zielgruppen ansprechen und erreichen: Online- und Printmedien - Unternehmensporträts, Publireportagen, Broschüren, Newsletter, Blogposts. Weitere Infos gerne unter 061 681 38 64.