Blog: Reizen mit verdeckten Einsichten

Reizvoller, geheimnisvoller, verführischer, attraktiver, erotischer … Bloggen als Kunst, sich interessanter zu machen. (Foto: Denis Petrov)


Die meisten Blogger bemühen sich mit ihren Texten darum, für die Leser interessant zu sein. Diesbezüglich bieten die Vorschläge von Jon Morrow im Artikel „The Art of Being Interesting“ zusätzliche Ideen.

Was sind gute Blogs? Oder: Interessanter ist, wer …

  • die Dinge nicht richtig, sondern „richtiger“ („more right“) als die andern macht: Schneller, witziger, gründlicher. Wer das nicht schafft, soll sich abheben, alles „falscher“ zu machen: Hauptsache gesteigert oder im Superlativ.
  • …andern Menschen hilft, ihre Ideen, Projekte, Visionen, Pläne und Kunstwerke aus den Köpfen zu filtern, zu formulieren und niederzuschreiben: Der Schreibende als Geburtshelfer von Kopfgeburten.
  • …wie ein Heilmittel wirkt: Die besten Blogartikel sind jene, die ein Leiden beenden. Die Leser benötigen ein Heilmittel, und der Blogger liefert ihnen das Aspirin: Der Blogger als Apotheker.
  • … Fantasien anregt: Eine knapp bekleidete Dame kann Fantasien wesentlich stärker anregen als nackte Tatsachen. Das sei auch beim Texten so, erklärt Morrow: Attraktion durch erotisches Bloggen oder enthüllendes Verhüllen?
  • … die Suche nach Identität unterstützt: Ein Leben lang fragen wir uns, wer wir sind. Ständig definieren wir uns neu und leben mit der Unsicherheit, die mit der Suche nach dem wahren Ich einhergeht: Texte, die dem Leser helfen, sich selber zu definieren.
  • … Blicke in die Zukunft wagt: Sie dürfen von den Fakten abweichen und eine Prognose wagen: Yeap, ein Thinkthank sein!
  • …den inneren Depp („inner dork“) herauskehrt: Auf die Dauer kommt nicht gut an, wer als Lehrer auftritt und seine Inhalte entsprechend doziert, insbesondere wenn der Enthusiasmus fehlt. Dazu braucht es wohl ein bisschen Mut: Wie weit soll ich mich zum Narren machen?
  • …mit Ehrlichkeit verblüfft: Dazu ist mehr Mut nötig. Der Gradmesser hier ist die Angst, die Sie empfinden und überwinden, ehe Sie  den „Post it“-Button anklicken und die Inhalte im Internet verbreiten: Oder wenn der Anwalt von einer Veröffentlichung abraten würde.
  • …die Geschichte seines Lebens erzählt: Damit sind nicht lustige Anektoten gemeint, sondern Geschichten, die das Leben schrieb: So gute Geschichten, dass sie einem noch auf dem Totenbett in den Sinn kommen!
  • … Metaphern virtuos beherrscht: Mit Metaphern sind Denkfiguren gemeint, die das Gesagte durch eine bildhaftere und prägnantere Art erläutern, ohne den Inhalt zu verändern oder zu beinträchtigen: Ziemlich heikel und daher mit Vorsicht einzusetzen.
  • …ein Kunstwerk erschafft: Blogger sollen keine Konsumware produzieren, sondern sich bei jedem einzelnen Artikel darum bemühen, ein Unikat zu erstellen: Create a work of art.

Ein hoher Anspruch, wenn man sich die Ratschläge zu Herzen nimmt. Aber vor allem soll man – so schliesst Jon Morrow seinen Artikel – eines nicht vergessen: Den Leser immer an die erste Stelle zu setzen.

Zum englischen Artikel „The Art of Being Interesting“ von Jon Morrow

PS:  Ich habe den Text sinngemäss übersetzt und mit eigenen Ideen ergänzt.

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