Im Bild wird ein Werbeprospekt dargestellt

Flyer, Prospekte, Werbebriefe erfreuen sich im Internetzeitalter wieder zunehmender Beliebtheit, da Papier etwas Glaubwürdiges vermittelt. Doch man sollte einige Punkte beachten, damit Gedrucktes den gewünschten Effekt hat. (Bild: Kundenarbeit delineo.ch)

Das papierlose Büro oder gar die papierlose Gesellschaft haben sich bisher nicht durchgesetzt. Im Gegenteil: Wir Menschen lieben es, Papier in den Händen zu halten, durchzublättern, zu kopieren, zu ordnen, zu verteilen, zu verschicken, aus dem Briefkasten zu fischen, zu horten und schliesslich schön gebündelt dem Recycling zu übergeben.

Was macht gedruckte Werbung aus?

Ob da unser Jäger- und Sammlerinstinkt noch nachwirkt? – Wie dem auch sei: Auch im Internetzeitalter will der Mensch Drucksachen: Briefe, Prospekte, Flyer, Broschüren, Kataloge. Am besten bunt und  hochglänzend oder sogar noch etwas Druckerschwärze an den Fingern zurücklassend:  Haptik ist etwas Sinnliches.

Glaubwürdiger?

Die Statistiken belegen: Papier vermittelt Glaubwürdigkeit, denn während die Öffnungsraten eines elektronischen Newsletters zurückgehen, gewinnt gut aufgemachte Printwerbung an Boden. Aber auch hier gibt es einige Punkte zu beachten und Fragen abzuklären, damit eine Werbesendung von Erfolg gekrönt ist:

  • Richtige Zielgruppe: Spreche ich die richtigen Personen mit meiner Werbesendung an, insbesondere jene, die entscheiden, ob ein Angebot angenommen oder abgelehnt wird? Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Brief ungelesen im Altpapier landet.
  • Überraschung, Überraschung: Birgt meine Post eine tolle Idee, die die Menschen überrascht, zum Beispiel ein gutes Angebot oder eine orignelle Aufmachung? Der Evergreen bei Kindern ist sicher das Schokoladenei mit dem Überraschungsinhalt – eine unschlagbare Idee.
  • Glaubwürdigkeit: Wie überzeugend kommt mein Werbebrief daher? Sehr gut sind  Rückmeldungen von zufriedenen Kunden (Testimonials), aber selbstverständlich auch ein professioneller Gesamtauftritt: Gestaltung, Tonalität, Erscheinungsbild der anderen Marketingmittel wie Webseite und Social Media.
  • Integrierter Auftritt: Finden sich Angebote und Versprechungen des Werbebriefs auch auf meiner Webseite und in meinen Social Media wieder? Denn Sie können sicher sein: Wenn sich jemand für Ihr Angebot interessiert, wird er Sie im Internet suchen.
  • Elemente: Eine Werbesendung umfasst Kuvert, Brief und Beilage – der Fantasie sind aber (fast) keine Grenzen gesetzt, diese Elemente auszuschmücken. Über die inhaltliche Ausgestaltung von Printmedien werde ich einen separaten Blogpost verfassen.

Wie wird der Erfolg gemessen und verbessert?

Der Erfolg einer gederuckten Sendung lässt sich nach quantitativen und qualitativen Kriterien messen: Einerseits werden die Reaktionen auf den Werbebrief gezählt, also Bestellungen und Telefone. Andererseits registiert man die individuellen Rückmeldungen auf ein Mailing: Lob, Kritik etc. Den Erfolg verbessern können folgende Massnahmen:

  • Kreativität: Gute Werbung muss nicht teuer sein, jedoch immer kreativ und zielorientiert. Eine sehr gute Idee finde ich jene des Garagisten, der seinen Kunden im Herbst einen schönen Handschuh zukommen liess. Im Begleitbrief schrieb er, dass derjenige den zweiten Handschuh erhält, der sein Auto bis zu einer bestimmten Frist für den Winterreifen-Wechsel und zu einem kleinen Check anmeldet und vorbeibringt.
  • Persönliche Note verleihen: Schreiben Sie von Hand eine persönliche Bemerkung auf den Begleitbrief und den Namen des Angeschriebenen, wenn Sie diesen persönlich kennen. Und vergessen Sie den Briefumschlag nicht: In den von der Post erlaubten Zonen darf ein Kuvert beschriftet werden. Ein Brief wird viel häufiger geöffnet, wenn schon auf dem Kuvert steht, dass man etwas erhält! Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bei der Schweizerischen Post nach, die eigens eine Abteilung  Gut zum Druck unterhält,  welche freundlich und rasch Auskunft gibt.
  • A/B-Testing: Sind Sie bereit, zwei Varianten einer Werbesendung zu testen, um festzustellen, welche Texte, Bilder und Beilagen besser bei den Leuten ankommen? Man nennt das in der Fachsprache A/B-Test.
  • Telefonisch oder schriftlich nachfassen: Scheuen Sie sich nicht vor Knochenarbeit. Der Erfolg einer Mailingaktion kann beträchtlich gesteigert werden, wenn Sie die Adressaten kurze Zeit nach dem Versand telefonisch kontaktieren und darauf ansprechen. Verschicken Sie daher nur eine kleine Anzahl und fassen Sie ein paar Tage später nach. Aber aufgepasst: Viele Leute nerven sich über Werbetelefone. Bleiben Sie daher höflich und zurückhaltend. Alternativ können Sie einen Erinnerungsbrief nachschicken.

 

Texte, die Ihre Zielgruppen ansprechen und erreichen: Online- und Printmedien - Unternehmensporträts, Publireportagen, Broschüren, Newsletter, Blogposts. Weitere Infos gerne unter 061 681 38 64.