Inhalte dürfen lang sein, wenn sie dadurch nicht an Tiefe verlieren.

„Lange Bänke soll man lieben. Vieles lässt sich darauf schieben.“ Zur Frage nach Länge und Erscheinungshäufigkeit von Inhalten auf Blogs und in andern Publikationen. (Bild: Markus Schudel)

Ein Geschäftspartner schrieb mir, er fühle sich von der Länge meiner Blogartikel „erschlagen“. Ich war etwas pikiert. Gut, ich gab ihm kurz zuvor eine „pingelige“ Rückmeldung zu seiner Zufriedenheitsumfrage, was ihn ein bisschen mukschte. Kleine Retourkutsche also. Mittlerweile ist alles wieder im Butter zwischen uns. Dennoch: „Was sich in die Länge zieht, ist häufig die Höhe“, meint Erhard Bellermann, ein deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker.

Die Länge trägt die Last

Das Feedback animierte mich dazu, ein paar Gedanken zur inhaltlichen Länge sowie zur Erscheinungshäufigkeit von Blogartikeln und andern Publikationen anzustellen, und so googelte ich das Thema. Da lesen Sie Widersprüchliches: Ein Artikel müsse an die 300 Wörter umfassen, wesentlich besser wären um die 1500.

Oder: Je häufiger Sie Content veröffentlichen, desto besser. Wenn nicht täglich, so doch mindestens zweimal in der Woche. Für die Suchmaschinen. Für die Zielgruppen. Für das eigene Ego wahrscheinlich. Nur: Die Länge trägt die Last, weiss ein Sprichwort: Je länger, desto tiefschürfender muss der Inhalt sein.

Ebenso zielt die Frage, ob Sie für Ihre Inhalte zwei oder mehr Stunden Arbeitsaufwand benötigen,  etwas ins Leere. Hier darf folgende Regel gelten: Was lange dauern soll, sei lang‘ erwogen.

Rede kurz, lebe lang

Wer soll diese Fülle an Informationen im Zeitalter des „Content is King“ bloss noch lesen, frage ich mich.  Gute Denkansätze fand ich in einer empfehlenswerten Sammlung von Weisheiten: Wer das Stichwort „Länge“ oder „lange“ eingibt, erhält dazu nicht weniger als 2838 Aphorismen und 1027 Gedichte.

Ein Redner, der durch Länge den Mangel an Tiefe ausgleicht, ist ebenso unerwünscht wie ein Gespräch, das sich durch fehlende Tiefe in die Länge zieht.  Bekannlich halten lange Reden nicht lang.  Besser: Rede kurz, lebe lang.

Zwang hält nicht lang

Noch schlimmer ist der Besuch, der öfter zu lange da- als lang genug wegbleibt: Zwar ist lange nicht ewig, (in diesem Fall) aber ewig lang.

Sie wissen: Zwang hält nicht lang. Wer möchte schon negativ in  Erinnerung bleiben? Bekanntlich gedenkt man des Guten lange, aber des Schlechten noch länger. Gott sei Dank, sag ich da, dass unser Gedächtnis kurz ist und das Leben lang.

Langer Rede – kurzer Sinn: Es kommt drauf an, ob Sie über genügend Inhalte verfügen, die für Ihre Leser interessant und relevant sind.

Auf dass nicht einer komme und Wilhelm Busch zitiere: „Es ist die Länge der Gesänge zu lang für meines Ohres Länge.“

 

Texte, die Ihre Zielgruppen ansprechen und erreichen: Online- und Printmedien - Unternehmensporträts, Publireportagen, Broschüren, Newsletter, Blogposts. Weitere Infos gerne unter 061 681 38 64.